CRP – Ein Protein für den Risikocheck

Nicht warten, bis ein Herzinfarkt aus heiterem Himmel trifft. Das Protein hs-CRP im Blut warnt frühzeitig vor einem erhöhten Risiko.

Kommt es im Körper zu Infekten mit einer nachfolgenden Entzündung, zeigt er dies durch Signalstoffe – sog. Gewebehormone – an. Daraufhin wird in der Leber das hochsensitive c-reaktive (hs-CRP) gebildet. Das hs-CRP hat dann die Aufgabe, unerwünschte   Substanzen – vor allem Vieren und Bakterien – zu markieren. Diese werden dann von anderen Immunzellen erkannt und aus dem Blut entfernt.

Ein Anstieg von hs-CRP im Blut ist also ein Hinweis dafür, dass eine Entzündung, Infektion oder bösartige Erkrankung vorliegt. Bei Arteriosklerose sind die Innenwände der Blutgefäße entzündet und es bilden sich gefährliche Plaques (Ablagerung in der Blutgefäßwand). Dies kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Durch eine Messung des hs-CRP kann man die im Körperinnern ablaufenden Entzündungen frühzeitig erkennen und deren Folgen vorbeugen. Bei gesunden Menschen liegt der Serumwert von hs-CRP unter 0,6 mg/L. Als kritischer Grenzwert gelten 1,0mg/L. Bei Werten jenseits dieser Grenze ist das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall wesentlich erhöht.

Tipp: Lassen Sie einmal im Jahr Ihr hs-CRP bestimmen. So können Sie rechtzeitig ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko erkennen und etwas dagegen tun.


Quelle: Dr. med. Roland Ballier. Susanne Wendel. ISBN.: 978-3-517-08477-0